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Das heutige Renthendorf bestand früher aus den beiden eigenständigen Gemeinden Unter- und Oberrenthendorf. Als Christian Ludwig Brehm 1813 hierher kam, gehörten beide Dörfer noch zum Königreich Sachsen. Im Rahmen der ausgedehnten Gebietsabtretungen, die diesem Staat im Ergebnis der Befreiungskriege 1815 auferlegt wurden, fielen beide zuerst an Preußen, kurz darauf jedoch an das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach. Im Zuge einer Grenzbereinigung 1831/33 wurde Unterrenthendorf dem 1826 neu gebildeten Herzogtum Sachsen-Altenburg überlassen. Oberrenthendorf aber blieb "weimarisch". Die damalige Landesgrenze, von der auch heute noch die seinerzeit gesetzten Grenzsteine zeugen, verlief mitten durch ein Haus - ein Beispiel für die Auswüchse der thüringischen Kleinstaaterei in den vergangenen Jahrhunderten. Vor knapp 200 Jahren drängten sich die Wälder dichter als heute an das Dorf heran. Alfred Brehm berichtet dazu folgendes: "Als der Vater nach Renthendorf kam, waren die Wälder der Umgegend Urwaldungen zu vergleichen. Das Schrotgewehr, welches er meisterhaft zu handhaben verstand, reichte oft nicht bis in die Wipfel der Bäume hinauf." Verkehrsmäßig war Renthendorf kaum erschlossen, eine durchgehende Dorfstraße existierte noch nicht. Wege und Steige, die sich durch Wiesen und Felder zogen, genügten den damaligen Anforderungen. Diese urwüchsige Landschaft bot mit ihrer reichen Tierwelt ein ideales Betätigungsfeld für die beiden Naturforscher. Erwandern Sie Renthendorf und Umgebung - u.a. auf dem Brehm-Rundwanderweg
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